{"id":11068,"date":"2022-07-26T21:57:33","date_gmt":"2022-07-26T19:57:33","guid":{"rendered":"https:\/\/spaceteam.at\/?p=11068"},"modified":"2022-07-26T21:57:33","modified_gmt":"2022-07-26T19:57:33","slug":"hybrid-projekt-in-entwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wptest3.tust.at\/index.php\/2022\/07\/26\/hybrid-projekt-in-entwicklung\/","title":{"rendered":"Hybrid Projekt in Entwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Diesen Sommer startet das SpaceTeam ein neues Projekt! Um als Verein neue Technologien auszuprobieren, wollen wir uns an einer Hybridrakete versuchen. Dabei wollen wir uns in \u00e4hnlichen Gr\u00f6\u00dfendimensionen bewegen wie <a href=\"https:\/\/spaceteam.at\/raketen\/fluessigraketen\/microhoubolt\/\">\u03bcHoubolt<\/a>, und ein Flugger\u00e4t bauen, mit dem wir uns bei internationalen Wettbewerben wie dem EuRoC oder C\u2019Space behaupten k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Wie funktioniert unser Triebwerk?<\/h2>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr Hybridraketen ist die Verwendung von Treibstoffkomponenten in zwei verschiedenen Aggregatzust\u00e4nden. Wir verwenden daf\u00fcr Paraffin (Fuel Grain) im festen Zustand, ein Kohlenwasserstoff, das unter anderem auch als Kerzenwachs verwendet wird, und fl\u00fcssigen Sauerstoff (LOX) als Oxidator.<a href=\"https:\/\/www.esa.int\/var\/esa\/storage\/images\/esa_multimedia\/images\/2018\/09\/general_design_of_a_hybrid_propulsion_system\/17710131-1-eng-GB\/General_design_of_a_hybrid_propulsion_system_pillars.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-11070\" src=\"https:\/\/spaceteam.at\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/General_design_of_a_hybrid_propulsion_system_pillars-1024x224.jpg\" alt=\"Skizze vom Aufbau eines Hybridtriebwerkes\" width=\"1024\" height=\"224\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sobald das Hauptventil ge\u00f6ffnet und die Z\u00fcndung gestartet wird, verbrennt das Fuel Grain dank des Oxidators unter enormer Hitze (bis zu 3 000 K). Anstelle des \u00fcblicheren Lachgas (N2O), setzen wir als eines der ersten Teams in ganz Europa auf Fl\u00fcssigsauerstoff. Der Vorteil davon ist eine au\u00dferordentliche Effizienzsteigerung, stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen: Der Siedepunkt von LOX liegt bei 90 K (\u2212183 \u00b0C), was die Lagerung verkompliziert und nach speziellen Servos verlangt, die auch bei extrem niedrigen Temperaturen noch funktionieren.<\/p>\n<p>Die geplante Schubkraft des Triebwerks liegt bei 500 -1000 N, um damit eine 15-20 kg schwere Rakete auf 3 km H\u00f6he zu bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wie machen wir weiter?<\/h2>\n<p>Die gesamte Rakete wird nat\u00fcrlich in-house gefertigt, wobei wir uns im Moment auf die Entwicklung unseres Triebwerks fokussieren. Ein wichtiger Punkt ist aber auch unser Teststand, den wir f\u00fcr unsere Zwecke komplett \u00fcberarbeiten wollen. Mit den ersten Vorbereitungen f\u00fcr unser Projekt haben wir diesen Mai begonnen. Die Themengebiete, mit denen wir uns besch\u00e4ftigen sind vielf\u00e4ltig und reichen von Simulationen \u00fcber Fertigungstechniken hin zu Marketing, und bieten auch neuen Mitgliedern interessante M\u00f6glichkeiten mitzuwirken. Erste Triebwerkstest sind im Herbst angesetzt. Wir planen, noch von vielen weiteren spannenden Updates zu berichten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesen Sommer startet das SpaceTeam ein neues Projekt! Um als Verein neue Technologien auszuprobieren, wollen wir uns an einer Hybridrakete versuchen. Dabei wollen wir uns in \u00e4hnlichen Gr\u00f6\u00dfendimensionen bewegen wie \u03bcHoubolt, und ein Flugger\u00e4t bauen, mit dem wir uns bei internationalen Wettbewerben wie dem EuRoC oder C\u2019Space behaupten k\u00f6nnen. Wie funktioniert unser Triebwerk? 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